Kurzgeschichten von Jeanette Schmid

 

 

 

 

 

Katzen

Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben, man kann sie passend zur Einrichtung haben. Ob schwarz oder weiß, ob rot oder braun, liegt sie auf dem Sofa, so sieht man sie kaum.

 
Mit kurzem oder mit langem Fell, das Näschen dunkel oder hell. Manche haben sogar eine Glatze, ihr habt es erraten, ich meine die Katze.Die Augen gibt es in grün oder gelb, die Ohren sind meist nach oben gestellt. Auch blaue Augen hab ich schon geseh´n, ich kann euch sagen die sind wunderschön. Sie sind oft gestromert oder gefleckt, man hat auch schon getupfte entdeckt. 
 
Vom Wesen her sind sie ganz verschieden, aber wie dem auch sei, man muss sie lieben.
 
Die einen lassen sich gerne kraulen, die anderen fangen an zu maulen. Manche kratzt und beisst ganz doll, die andere findet schmusen toll.
 
Die eine ist ganz aufgeweckt, während die andere sich lieber versteckt.
Sensible Katzen gibt es ganz viele und fast alle stehen auf Ballfangspiele. So manche schläft den ganzen Tag, während die andere Action mag. Darf die Katze aus dem Haus, so bringt sie gerne mal ne Maus. Sie meint das gut, nimm´s ihr nicht krumm, sie hat dich lieb und macht es drum. 
Wenn Mieze im Haus eine Fliege jagt, dann geht der Punk so richtig ab. Dann hüpft sie über Tische und Bänke, so manche springt sogar auf Schränke. Die Pflanzen am Fenster sind ihr egal, der Vorhang auch, dann gibt’s nen Knall. Die Katze hat die Fliege gefangen, die Blume ist leider von uns gegangen.
 
Du hast die Wurst auf dem Tisch vergessen? Die Katze wird sie mit Sicherheit fressen.
Auf deinem gemütlichen Lieblingsplatz, kannst du nicht sitzen, da liegt die Katz.

 
Der Kratzbaum schön im Wohnzimmer steht, und das hat sicher schon jeder erlebt, die Krallen werden am Sofa gewetzt, man sieht es gleich, es ist zerfetzt.
 
Vor lauter Stress hast du´s nicht geschafft, das Katzenklo wurde nicht sauber gemacht. Das ist kein Problem für das süße Kätzchen, es 
findet garantiert ein anderes Plätzchen.
 
Willst du mal länger im Bett liegen bleiben, so wird dir die Katze das ganz schnell verleiden. Sie wird dich mit ihrem Näschen stupsen oder dir frech auf die Füße hupfen.
Wenn sie ihre fünf Minuten hat, dann sitzt du da und lachst dich schlapp. Dann rast sie durch das ganze Haus und fängt die imaginäre Maus.
 
Liegt sie dann schnurrend auf deinem Schoß, dann ist die Freude riesengroß.
Dein Herz geht auf, dir wird ganz warm, du nimmst dein Kätzchen in den Arm. In diesem Moment, da wird dir klar, diese Liebe ist einfach wunderbar.

Von Jeanette Schmid

 

 

 

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